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am 7. Dezember 2020

Stellungnahme der Grünen Steyr zur Situation des Steyrer Trinkwassers

Reinhard Kaufmann, Kurt Prack, Ruth Pohlhammer - Da wir Grünen als Umweltpartei immer wieder auf die Situation bezüglich Trinkwasser und Trinkwasserchlorung angesprochen werden, möchten wir hier über unseren Wissensstand und unsere Position informieren.

Glas Wasser

Unsere Informationen stammen aus der „Aktuellen Stunde“  zu diesem Thema im Gemeinderat am 19.11.2020, aus den offiziellen Mitteilungen der Stadtbetriebe Steyr sowie aus Gesprächen mit Fachleuten der SBS.

Der oder die Verursacher der Verunreinigung konnte/n noch immer nicht gefunden werden. Auch Erhebungen der Kriminalpolizei haben diesbezüglich bisher nichts ergeben. Aufgrund der Messergebnisse  wird die Quelle der Verunreinigung irgendwo im Krankenhausbereich vermutet.

Da man die Ursache nicht kennt, wird  das Wasser weiter (allerdings jetzt mit deutlich verringerter Konzentration) mit Chlor versetzt. Andere Methoden (zum Beispiel UV Bestrahlung im Quellbereich) funktionieren nicht, da das gesamte Leitungssystem betroffen sein kann. Die SBS arbeiten jedoch gemeinsam mit Experten der Linz AG und in Abstimmung mit der Trinkwasseraufsicht des Landes OÖ an einem Ausstiegsszenario aus der Chlorung. Dabei wird es notwendig sein, in einem begrenzten Bereich für 2 Wochen wieder ein Abkochgebot zu verordnen.

Die Quellen des Steyrer Trinkwassers waren zu jedem Zeitpunkt sauber, die Verschmutzung muss irgendwo ins Leitungsnetz eingebracht worden sein. Da es bei diesen Bakterien eine Nulltoleranz gibt, kann die Chlorung nur durch Auffinden und Reparatur der Ursache oder in Verbindung mit einem Abkochgebot über mehrere Tage, nach vorläufiger Beendigung der Chlorung mit begleitenden Messungen, beendet werden. Diese Vorgangsweise wurde nun angekündigt.

Aus unserer Sicht arbeiten die Stadtbetriebe Steyr von Beginn der Verunreinigung an auf Hochtouren und professionell. Dass in der angespannten Situation die Kommunikation zu kurz kam, war zu Beginn verständlich. Immerhin änderte sich die Lage auch ständig. Postwürfe hätten mehrmals mit unterschiedlichem Inhalt und somit verwirrend gestaltet werden müssen. Die Krise trat an einem Freitag auf, per Postwurf hätte man die Bevölkerung frühestens am Montag erreicht. Die Situation fiel nie in die Kategorie „Katastrophe“. Deshalb wurde von Information per Lautsprecherdurchsagen abgesehen. Im Radio und in den Zeitungen wurde informiert, wie gut oder schlecht die ursprüngliche Information gelaufen ist , darüber möchten wir nicht urteilen. 

Auch wir hoffen, dass das Steyrer Trinkwasser bald wieder in gewohnter Qualität aus den Hähnen fließt. 



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