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am 26. April

Die Artenvielfalt in der Steyrer Au beeindruckt

Reinhard Kaufmann - Ein Rückblick auf die ökologische Stadtwanderung mit dem Biologen Peter Prack durch die Unterhimmler Au

Unterhimmler Au
Unterhimmler Au

Der Biologe Mag. Peter Prack führte uns Mitte April durch das Naturschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet in Unterhimmel.  Er ist Experte für die Pflanzenwelt und war bereits an den Verhandlungen zur Einrichtung des Naturschutzgebietes beteiligt. Bei Schaffung und Betrieb eines Naturschutzgebietes spielen vielfältige Interessen eine Rolle - Raumplanung, Grundeigentümer, Landwirtschaft, Fischerei, Hochwasserschutz, Freizeitaktivitäten, Naturschutzbehörden, Vereine etc. Dies zeigt sich in Unterhimmel zum Beispiel an der nicht immer nachvollziehbaren Definition von Flächen als Naturschutzgebiet oder als Landschaftsschutzgebiet. Vorgaben der EU unterstützen oft die Anliegen des Naturschutzes zur Bewahrung letzter relativ naturbelassener Restflächen.

Die Nutzung als Naherholungsgebiet der Steyrerinnen und Steyrer steht im Spannungsverhältnis zu einem strengen Naturschutz.  Erholung Suchende können ihren Beitrag zum Miteinander leisten, indem sie die Pflanzen- und Tierwelt möglichst wenig stören und ihren Abfall nicht in der Au zurücklassen. 

Natürliche und künstlich angelegte Landschaftselemente spielen auch im Naturschutzgebiet vielfältig zusammen und sind manchmal kaum voneinander zu unterscheiden. Der uralte, beim Kruglwehr abzweigende künstlich angelegte Himlitzer Bach diente der Energieversorgung der historischen Gewerbebetriebe unterhalb Christkindls. Fischaufstiegshilfen wie beim Kruglwehr oder beim St. Anna-Wehr wirken nach einigen Jahren wie natürliche Bäche. 

Besonders die Artenvielfalt in der weitgehend sich selbst überlassenen Natur, derzeit an den vielen unterschiedlichen Blüten der Sträucher und Bodenblumen ablesbar, beeindruckt im Vergleich zur Eintönigkeit intensiv bewirtschafteter Monokulturen wie häufig gedüngten Futterwiesen. Liegen oder stehen gelassenes Totholz dient vielen Lebewesen von Pilzen über Insekten bis zu seltenen Vogelarten als Lebensgrundlage. Nur entlang der Wege sorgt die Stadtgärtnerei auch im Naturschutzgebiet für die Sicherheit der Besucher und legt gefährliche Bäume kontrolliert um. ​

Kruglwehr
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