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am 25. Mai

Autofrei und viel Raum für Begegnungen

Marco Vanek - Kurt Prack über die Zukunft des Steyrer Stadtplatzes

Stadtplatz Steyr

Der Stadtplatz ist wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum und steht als öffentliche Fläche allen StadtbewohnerInnen gleichermaßen zur Verfügung. In seiner sparsamen Ausstattung (der Leopoldibrunnen, dazu einige Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, schattenspendende Bäume und Fahrradabstellplätze) bietet der Platz innerstädtischen Freiraum gepaart mit Multifunktionalität. Er kann als wirtschaftlicher und sozialer Aktionsraum für verschiedenste Veranstaltungen genutzt werden (Wochenmarkt, Feste, Versammlungen, Spazierengehen, Einkaufen,…).

Derzeit wird der Platz allerdings durch den Verkehr zerschnitten. Mit der Errichtung der Hanggarage und dem Steg, bald auch mit der Aufstiegshilfe auf den Tabor haben wir die Möglichkeit, die Autos aus der innersten Stadt zu verbannen. Außer Zulieferung und öffentlichem Verkehr (kleine E-Busse) braucht es keine Fahrzeuge. Was wir derzeit nur zu besonderen Anlässen erleben (Genussfest, Stadtfest etc.) und sehr genießen, ist ein autofreier Begegnungsort. Dieser Zustand ist es, den ich mir als Regel wünsche. Der Mensch soll nicht weiter durch parkende Autos und Fahrbahnen an die Ränder des Platzes gedrängt werden.

Den Steyrer Stadtplatz kann man nicht ohne den Ennskai denken. Oben Handels und Begegnungsplatz, unten die fließende Enns mit dem Ennskai und Uferbereichen, die es zu gestalten gilt. Bei den Architekturtagen wurde Sand aufgeschüttet, Liegestühle wurden aufgestellt, am Kai wurde gespielt, gesessen, gegessen, geplaudert. Derzeit werden dort nur Parkplätze gesucht (und manchmal gefunden). Die Zufahrt für die BewohnerInnen muss natürlich weiter möglich sein. Ihre Autos stellen sie in den Garagen und an wenigen Stellplätzen im Freien ab. Ansonsten ist in meiner Vision auch der Ennskai autofrei.

Wenn kaum mehr Autos fahren, dann braucht es auch keine Gehsteige mehr am Grünmarkt. Der Bummel über den Stadtplatz kann mit einem Besuch des Stadtmuseums oder einer Rast am Platz gegenüber enden; ein Platz, der jetzt leider nur einmal im Jahr (Modeschau) bevölkert ist.

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